2. Ligaspieltag in Oettingen

von Uli Blendinger

Spieltage ausrichten, das machen die Vereine der Liga, da es in deren Interesse ist. Falsch. Oettingen und Dornstadt, geografisch günstig gelegen, beherbergten am vergangenen Samstag nicht nur „ihre“ Liga, sondern auch die Bayernliga. Das verdient Lob und Respekt.

Das in einem Industriegebiet gelegene Gelände erschloss sich als interessantes Terrain. Viel Hitze, aber im Tagesverlauf schattige Bereiche. Viele Steine, aber für erfahrene Portéespieler kein Problem. Gras, das nicht nur in den Spielfeldern der Landesliga, sondern auch hinter der Auslinie in der Bayernliga für Diskussionen sorgte. Kugeln, die an der Auslinie nicht abgedeckt wurden, landeten im umzäunten Nachbargrundstück. Lukas Kuhr, Ligabeauftragter, stellte in der Begrüßung die Benutzung von Metalldetektoren in Aussicht.

Die Gastgeber stellten dankenswerterweise Zelte auf. Gegen die sengende Hitze brachten die Clubs auch eigene Pavillons und gegen verspannte Waden und Rücken mobile Masseure mit. Gegen die Dürre halfen zudem Erfrischungen aus einer nahen Brauerei und eine Campingdusche neben den Toiletten. Die Küche war bis Tagesende gut sortiert, kreativ und freundlich. Vielen Dank dafür an die fleißigen Ries-Bouler.

Sportlich gesehen hat sich der PCNC aus Nürnberg eine solide Basis für den Titel erspielt, wieder 3 Begegnungen gewonnen. Mechenhard, dicht auf den Fersen, mit 12 gewonnenen Partien Tagessieger, muss nun auf einen Fehler von Nürnberg hoffen. Hop-oder-Top Schweinfurt mag gerne die Achterbahnfahrt. Erst 3 minus, nun 3 plus. Was mag das für den 3. Spieltag bedeuten? Für Überraschungen sorgte Aufsteiger Niedernberg: Ein komfortabler 4. Platz nach 2 Spieltagen. Eine selbstbewusste Truppe mit Potential. Hof, personell leicht geschwächt, konnte keine Begegnung gewinnen, allerdings denkbar knapp. Die Münchener Teams und Sauerlach erspielten sich eine Begegnung und dadurch etwas Ruhe für den finalen Spieltag in Fürth. Dort muss dann der Gastgeber einige Register gegen den Abstieg ziehen, zumal die Schwerkraft der Bundesliga dafür sorgen kann, daß dann drei Bayernligisten absteigen.

Die abgegrenzten Spielfelder, unmittelbar nebeneinander, sorgten immer wieder für respektvolle Wartepausen, aber auch für amüsante Interaktionen zwischen den Spielen. Beispiel: Team A springt eine Kugel ins Nachbarfeld (zu Team B), 20 cm vor das Cochonnet. Ein Spieler von Team A markiert diesen Bereich ausgiebig, indem er eine Grube aushebt, die dimensional dem Donaurieskrater entspricht. Team B wartet geduldig und ruft dann über den Platz „Allez! Ein Loch darfst Du schließen!“
Danke also an alle beteiligten Spaßvögel, freiwilligen Ausrichter, Helfer, Schiedsrichter Karl Springer und Jürgen Wachowski für sehr pflichtbewusstes Handeln.

Ergebnisse und Tabelle

Berichte aus den anderen Ligen folgen. Hoffe ich. 

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